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15. Juli 2026 · 5 Minuten Lesezeit

Addressable TV: Wie Spot und SwitchIn den Fernseher adressierbar machen

Addressable TV verbindet den TV-Bildschirm mit digitalem Targeting. Wie sich die beiden Werbeformate ATV Spot und SwitchIn unterscheiden, einfach erklärt.

Addressable TV mit den Werbeformaten ATV Spot und SwitchIn

Lange galt: Fernsehwerbung erreicht alle gleich. Wer einen Spot im Programm schaltete, wurde bei jedem Zuschauer ausgespielt, egal ob er zur Zielgruppe gehörte oder nicht. Addressable TV, kurz ATV, macht damit Schluss. Es bringt das digitale Targeting auf den klassischen Fernseher: Zwei Haushalte schauen denselben Sender, sehen aber unterschiedliche Werbung, passend zu Region, Interessen oder Haushaltstyp.

Möglich macht das der internetverbundene Smart-TV. Über den Rückkanal lässt sich Werbung gezielt an einzelne Haushalte ausspielen, während das lineare Programm läuft. Unter dem Dach Addressable TV gibt es zwei Werbeformate, die sehr unterschiedlich funktionieren: den ATV Spot und den SwitchIn. Dieser Artikel erklärt beide und zeigt, wie sich der ATV Spot zur Streaming-Werbung verhält.

Was Addressable TV ausmacht

Der Kern von Addressable TV ist die Adressierbarkeit. Der Fernseher ist mit dem Internet verbunden, und darüber weiß das System, an welchen Haushalt es die Werbung ausspielt. So lassen sich Streuverluste reduzieren, wie man es aus der digitalen Werbung kennt, nur eben auf dem großen Bildschirm im Wohnzimmer und im Umfeld des klassischen Fernsehens.

Das Beste aus zwei Welten also: die Wirkung und Glaubwürdigkeit des Fernsehers, kombiniert mit der Präzision digitaler Aussteuerung. Genau hier setzen die beiden ATV-Formate an, jedes auf seine Weise.

Der ATV Spot: Videowerbung mit Nähe zum Streaming

Der ATV Spot ist ein klassischer Videospot, adressierbar an die passende Zielgruppe ausgespielt. Für den Zuschauer fühlt er sich an wie jede andere Werbung auf dem großen Bildschirm: ganzflächig, mit Ton, mitten im Seherlebnis.

Und hier lohnt der Vergleich mit der Streaming-Werbung, denn die beiden liegen nah beieinander. In beiden Fällen bekommt der Zuschauer einen Videospot auf dem Fernseher, zielgruppengenau ausgesteuert, mit vollem Bild und Ton. Das Erlebnis ist praktisch dasselbe, und beide teilen die Stärken, die Werbung auf dem TV-Gerät so wirksam machen: hohe Aufmerksamkeit, Ton, der ankommt, und die Glaubwürdigkeit des großen Bildschirms.

Der Unterschied liegt im Umfeld, in dem der Spot läuft. Der ATV Spot ist an das lineare Fernsehen gebunden, an das laufende Programm der klassischen Sender, adressierbar über den Smart-TV. Streaming-Werbung dagegen läuft innerhalb der Streamingdienste, also im On-Demand- und FAST-Umfeld von Netflix, RTL+ und Co. Vereinfacht gesagt: Der ATV Spot erreicht Menschen, während sie lineares Fernsehen schauen, die Streaming-Werbung erreicht sie beim Streamen. Beide bringen deinen Spot zielgenau auf den Fernseher, nur eben über unterschiedliche Wege.

Für dich als Werbetreibenden heißt das nicht "entweder oder", sondern schlicht mehr Reichweite auf demselben Bildschirm: Du erreichst deine Zielgruppe sowohl im linearen Programm als auch beim Streamen. Wie die Streaming-Seite im Detail funktioniert, zeigt der Artikel zur Media-Qualität von Streaming-Werbung, und wie sich In-Stream-Formate von anderer Videowerbung unterscheiden, erklärt der Artikel In-Stream vs. Out-Stream.

Der SwitchIn: Werbung ohne eigenen Spot

Das zweite Format geht einen ganz anderen Weg. Der SwitchIn ist kein Videospot, sondern ein Display-Motiv, das in L-Form am Bildrand erscheint, und zwar genau in dem Moment, in dem der Zuschauer auf einen Sender umschaltet. Es überlagert das Bild non-interruptiv, unterbricht das Programm also nicht, sondern rahmt es ein. Mehr zum Format zeigt die Seite SwitchIn.

Der große Vorteil: Du brauchst kein Video. Ein Bild- oder Display-Motiv genügt, das reduziert die Einstiegshürde enorm. Wer keinen fertigen Spot hat und auch keinen produzieren will, kann mit dem SwitchIn trotzdem auf dem Fernseher werben. Das macht das Format zu einem günstigen und schnellen Einstieg in die TV-Werbung, gerade für kleinere Unternehmen.

Beim Targeting gibt es keinen Unterschied zum Spot: Du steuerst den SwitchIn nach denselben Kriterien aus, also nach Region, Interessen und Haushaltstyp. Auch der SwitchIn wird adressierbar ausgespielt und erreicht gezielt die passenden Haushalte beim Umschalten, quer über die führenden Sender.

Die zwei Formate im Überblick

MerkmalATV SpotSwitchIn
FormatVideo-SpotDisplay-Motiv (L-Banner)
Braucht ein Video?janein, ein Bild genügt
Wo es erscheintim Bewegtbild-Umfeldbeim Senderwechsel auf dem Smart-TV
Wahrnehmungvoller Bild- und Tonkontaktsichtbar, aber non-interruptiv
TargetingRegion, Interessen, Haushaltstypidentisch zum Spot
StärkeAufmerksamkeit und Markenwirkunggünstiger Einstieg, kein Spot nötig

Wann welches Format?

Beide Formate haben ihren Zweck, und oft ergänzen sie sich. Der ATV Spot passt, wenn du eine Botschaft mit voller Wucht transportieren willst, mit Bewegtbild, Ton und emotionaler Wirkung. Der SwitchIn passt, wenn du schnell, günstig und ohne Videoproduktion Präsenz auf dem Fernseher zeigen willst, oder wenn du eine laufende Kampagne mit einem zusätzlichen, aufmerksamkeitsstarken Kontaktpunkt verstärken möchtest.

Falls dir für den ATV Spot ein Video fehlt, ist das übrigens kein Hindernis: onescreen unterstützt bei der Spoterstellung mithilfe von KI, deutlich schneller und kosteneffizienter als klassische Produktion, aus vorhandenen Materialien wie Bildern und Logos. Wie sich das auf dein Budget auswirkt, zeigt der Artikel Was kostet TV-Werbung?

Beides aus einer Hand

Das Praktische an Addressable TV bei onescreen: Du buchst beide Formate im selben Ad Manager, zusammen mit der Streaming-Werbung. Zielgruppe, Region und Budget legst du selbst fest, die Aussteuerung läuft digital, und im Dashboard verfolgst du tagesaktuell, wie deine Kampagne performt. So kombinierst du lineares Fernsehen, Streaming und SwitchIn zu einer Kampagne auf dem größten Bildschirm im Haus.

Du willst sehen, welches Format zu deinem Ziel passt? Buche eine kostenlose Demo, wir zeigen dir in 30 Minuten die Möglichkeiten. Oder leg direkt im Ad Manager los.

FAQ

Was ist Addressable TV? Addressable TV, kurz ATV, bringt digitales Targeting auf den klassischen Fernseher. Über den internetverbundenen Smart-TV wird Werbung gezielt an einzelne Haushalte ausgespielt, während das lineare Programm läuft. Zwei Haushalte sehen denselben Sender, aber unterschiedliche Werbung.

Was ist der Unterschied zwischen ATV Spot und Streaming-Werbung? Beide spielen einen zielgruppengenauen Videospot auf dem Fernseher aus, mit vollem Bild und Ton. Der Unterschied liegt im Umfeld: Der ATV Spot läuft im linearen Fernsehprogramm, adressierbar über den Smart-TV. Streaming-Werbung läuft innerhalb der Streamingdienste. Zusammen erreichen sie die Zielgruppe sowohl beim linearen Fernsehen als auch beim Streamen.

Was ist ein SwitchIn? Der SwitchIn ist ein Display-Motiv in L-Form, das beim Senderwechsel auf dem Smart-TV erscheint. Es unterbricht das Programm nicht, sondern rahmt das Bild ein. Anders als beim Spot brauchst du dafür kein Video, ein Bild-Motiv genügt.

Brauche ich für Addressable TV einen eigenen Spot? Für den ATV Spot ja, für den SwitchIn nicht. Der SwitchIn kommt mit einem Bild-Motiv aus. Falls dir für den Spot ein Video fehlt, unterstützt onescreen bei der Erstellung mithilfe von KI, auf Basis vorhandener Materialien.

Kann ich Addressable TV und Streaming kombinieren? Ja. Über den onescreen Ad Manager buchst du ATV Spot, SwitchIn und Streaming-Werbung in einer Kampagne. So erreichst du deine Zielgruppe über das lineare Fernsehen und das Streaming hinweg, auf demselben großen Bildschirm.

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