Videowerbung ist nicht gleich Videowerbung. Derselbe Spot kann stark wirken oder fast unbemerkt verpuffen, je nachdem, wo er läuft. Der entscheidende Unterschied trägt zwei Fachbegriffe: In-Stream und Out-Stream. Sie beschreiben, ob deine Werbung mitten im Video erscheint, das jemand ohnehin schauen will, oder ob sie irgendwo zwischen Text und Feed auftaucht, wo eigentlich niemand nach einem Video gesucht hat.
Dieser Artikel erklärt beide Formate verständlich und zeigt, warum In-Stream für die meisten Werbeziele der wirksamere Weg ist.
Was In-Stream bedeutet
In-Stream-Werbung läuft innerhalb eines Videos, das der Zuschauer bewusst ausgewählt hat. Der Spot erscheint vor dem Inhalt (Pre-Roll), mitten drin (Mid-Roll) oder danach (Post-Roll), so wie der klassische Werbeblock im Fernsehen. Wer den Film, die Serie oder das Spiel sehen will, bekommt die Werbung im selben Player, oft nicht überspringbar und mit Ton.
Genau das ist der Kern: Die Werbung ist Teil eines Seherlebnisses, auf das sich jemand eingelassen hat. Die Aufmerksamkeit ist schon da, sie muss nicht erst erkämpft werden. Auf Connected TV, also Streaming auf dem Fernseher, ist In-Stream das Standardformat, ganzflächig auf dem großen Bildschirm.
Was Out-Stream bedeutet
Out-Stream-Werbung, oft auch In-Feed genannt, läuft außerhalb eines Videoplayers, meist eingebettet in Textinhalte: in einem Artikel, zwischen Absätzen, in einer News-Seite oder im Social-Feed. Ein kleines Videofenster startet, sobald man beim Scrollen daran vorbeikommt, häufig automatisch und in aller Regel stummgeschaltet. Der Name In-Feed beschreibt genau diesen Ort: Die Werbung steckt im Feed oder Textfluss, nicht in einem Video.
Der Vorteil von Out-Stream liegt in der Reichweite: Es erschließt Videowerbung auch dort, wo es gar keine Videoinhalte gibt, etwa auf textlastigen Websites. Der Nachteil ergibt sich aus derselben Eigenschaft. Der Nutzer war auf Text aus, nicht auf ein Video. Die Werbung unterbricht, statt Teil des Erlebnisses zu sein, und wird beim Weiterscrollen schnell wieder verlassen.
Der direkte Vergleich
| Kriterium | In-Stream | Out-Stream (In-Feed) |
|---|---|---|
| Wo es läuft | im Video, das man sehen will | im Text, beim Scrollen |
| Aufmerksamkeit | schon vorhanden | muss erkämpft werden |
| Ton | in der Regel an | meist stumm |
| Sichtbarkeit | hoch, oft ganzflächig | schwankend, nur beim Vorbeiscrollen |
| Abschlussrate | hoch, oft nicht überspringbar | niedrig, schnell weggescrollt |
| Stärke | Aufmerksamkeit und Wirkung | zusätzliche Reichweite |
Warum In-Stream mehr Wirkung bringt
Der Unterschied ist keine Geschmacksfrage, er schlägt sich in den Kennzahlen nieder. Weil In-Stream-Werbung in einem gewählten Video läuft, wird sie deutlich häufiger vollständig gesehen. In Premium-Umfeldern erreichen In-Stream-Spots Abschlussraten von über 90 Prozent. Deine komplette Botschaft kommt an, inklusive Marke und Handlungsaufforderung am Ende.
Dazu kommt der Ton. In-Stream läuft normalerweise mit Ton, weil der Zuschauer ohnehin zuhört. Out-Stream-Formate sind meist stumm, deine Musik, dein Sprecher, dein Slogan bleiben ungehört. Und die Sichtbarkeit ist eine andere: Ein In-Stream-Spot füllt den Player, während ein Out-Stream-Fenster nur so lange zählt, wie es beim Scrollen zufällig im Bild ist.
Kurz gesagt: In-Stream kauft Aufmerksamkeit, Out-Stream kauft Gelegenheit. Für Markenbildung, für Botschaften, die ankommen sollen, ist die Aufmerksamkeit das Wertvollere. Wie sich diese Media-Qualität in Zahlen übersetzt, zeigt der Artikel zur Media-Qualität von Streaming-Werbung.
Wann Out-Stream trotzdem passt
Out-Stream ist kein schlechtes Format, es hat nur einen anderen Zweck. Wer vor allem breite, günstige Reichweite über viele Textumfelder aufbauen will und einzelne Kontakte nicht auf maximale Wirkung trimmen muss, kann damit sinnvoll ergänzen. Als Verlängerung einer Kampagne in Umfelder ohne Videoinhalte hat Out-Stream seinen Platz.
Für den Kern einer Kampagne, dort wo Aufmerksamkeit und vollständige Wahrnehmung zählen, führt aber kaum ein Weg an In-Stream vorbei.
In-Stream auf dem großen Bildschirm
Am stärksten wirkt In-Stream dort, wo die Aufmerksamkeit am höchsten ist: auf dem Fernseher. Streaming-Werbung über Connected TV ist In-Stream in seiner besten Form, ganzflächig, nicht überspringbar, mit Ton, im entspannten Lean-Back-Moment vor dem großen Bildschirm. Genau dieses Format buchst du über onescreen, kombiniert mit gezieltem Targeting und planbarer Reichweite.
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FAQ
Was ist der Unterschied zwischen In-Stream und Out-Stream? In-Stream-Werbung läuft innerhalb eines Videos, das der Nutzer ausgewählt hat, vor, während oder nach dem Inhalt. Out-Stream-Werbung, auch In-Feed genannt, läuft außerhalb eines Videoplayers, meist eingebettet in Textinhalte wie Artikel oder Feeds, und startet oft stumm beim Scrollen.
Welches Format bringt mehr Aufmerksamkeit? In-Stream. Weil die Werbung in einem bewusst gewählten Video läuft, ist die Aufmerksamkeit schon vorhanden. Das zeigt sich in höheren Abschlussraten, besserer Sichtbarkeit und laufendem Ton. Out-Stream muss die Aufmerksamkeit dagegen erst gewinnen.
Ist Out-Stream schlechter als In-Stream? Nicht schlechter, sondern anders. Out-Stream ist stark, wenn es um breite, günstige Reichweite in Textumfeldern geht. Für maximale Wirkung pro Kontakt ist In-Stream überlegen.
Was läuft auf Connected TV? Auf dem Fernseher ist In-Stream das Standardformat: ganzflächig, nicht überspringbar, mit Ton. Damit ist Streaming-Werbung auf dem großen Bildschirm die wirkungsstärkste Form der Videowerbung.
Brauche ich für In-Stream einen eigenen Spot? Ja, In-Stream ist ein Videoformat. Falls du keinen Spot hast, unterstützt onescreen bei der Erstellung mithilfe von KI, schneller und günstiger als klassische Produktion, auf Basis vorhandener Materialien.
