Der Sommer ist keine Punktsaison wie ein einzelner Feiertag, sondern ein langes Fenster mit zwei ganz unterschiedlichen Werbewelten. Auf der einen Seite die Reise, geplant und gebucht, oft Wochen vorher. Auf der anderen Seite die spontane Freizeit vor der Haustür, vom Biergarten bis zum Freibad, stark vom Wetter getrieben. Wer beide auseinanderhält, kann seine Kampagne genau auf die richtige Logik setzen. Dieser Artikel ist Teil der Reihe zu Zielgruppen nach Anlass.
Warum der Sommer zwei Werbewelten hat
Reisen ist für die Deutschen fest im Leben verankert. Laut der Reiseanalyse 2025 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR), einer repräsentativen Untersuchung mit rund 12.000 Befragten ab 14 Jahren, unternahmen 80 Prozent der Menschen 2024 mindestens eine Urlaubsreise von fünf Tagen oder mehr, ein Höchststand mit über 56 Millionen Urlaubsreisenden. Dazu kamen laut FUR rund 94 Millionen Kurzurlaubsreisen von zwei bis vier Tagen. Das Ausland führt mit 76 Prozent Marktanteil, das Inland kommt auf 24 Prozent, mit der Nord- und Ostseeküste sowie Bayern als beliebtesten Zielen.
Zwei Zahlen sind für Werbetreibende besonders wichtig. Erstens: Rund 58 Prozent der Urlaubsreisen wurden zuletzt online gebucht, die Reiseentscheidung fällt also zunehmend digital. Zweitens: Der große Block der Kurzurlaube und Tagesausflüge ist stark regional. Beides zusammen heißt, dass sowohl überregionale Reiseanbieter als auch lokale Freizeitanbieter im Sommer eine große, aufgeschlossene Zielgruppe vor sich haben, nur mit unterschiedlichem Timing.
Die wichtigsten Zielgruppen im Sommer
Die Urlaubsplaner. Sie recherchieren und buchen ihre Sommerreise oft schon im Frühjahr, und das meist online. Reiseregionen, Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze und Reiseveranstalter erreichen diese Gruppe über Streaming, während sie sich inspirieren lässt. Der große Bildschirm eignet sich, um ein Reiseziel emotional aufzuladen, bevor die Buchung fällt.
Die Inlands- und Kurzurlauber. Der Inlandstourismus und der riesige Markt der Kurztrips sind stark regional geprägt. Ferienregionen, Ausflugsziele, Freizeitparks und Gastgeber können gezielt die Quellregionen ansprechen, aus denen ihre Gäste anreisen. Wie sich Streaming genau auf solche Regionen aussteuern lässt, zeigt der Artikel zum regionalen Targeting im Streaming-TV.
Die Sommer-Genießer vor Ort. Biergarten, Eisdiele, Freibad, Café und Restaurant leben im Sommer von der Laufkundschaft aus dem Umkreis, und die Nachfrage schwankt mit dem Wetter. Für diese lokalen Anbieter ist die regionale Aussteuerung der wichtigste Hebel, um die Menschen in der eigenen Stadt zu erreichen.
Die Grill- und Gartenfreunde. Der Sommer verlagert das Leben nach draußen. Getränkehandel, Grill- und Gartenbedarf, Baumärkte und Möbelhäuser profitieren vom Wunsch nach dem schönen Garten und der gut gefüllten Terrasse. Diese Gruppe ist kaufkräftig und über Interessen gut eingrenzbar.
Die Event- und Festivalgänger. Stadtfeste, Open Airs, Konzerte und Sommerveranstaltungen prägen den Kalender. Veranstalter, Gastronomie und der lokale Handel können gezielt jene ansprechen, die in der Region nach Programm für laue Abende suchen.
So spielst du es mit onescreen aus
Der Schlüssel im Sommer ist, die beiden Welten nicht zu vermischen. Für die Reise zählt der Vorlauf: Wer Urlaubsregion, Hotel oder Ferienpark bewirbt, sollte präsent sein, wenn geplant wird, also früher als die eigentliche Saison. Für die lokale Freizeit zählt die Nähe: Biergarten, Freibad oder Stadtfest steuerst du eng nach Postleitzahl aus, damit kein Budget in Regionen fließt, aus denen niemand kommt. Über onescreen erreichst du beide gezielt nach Region, Alter, Geschlecht und Interessen auf dem großen Bildschirm, nicht überspringbar und mit voller Aufmerksamkeit.
Wichtig bleibt die Erwartung. Ob Buchung oder Ausflug, die Handlung passiert selten direkt vor dem Fernseher, sondern am Smartphone oder vor Ort. Streaming-Werbung baut die Nachfrage auf und bringt dich in den Kopf, bevor Reiseziel oder Ausflug entschieden werden. Warum dabei relevante Aufmerksamkeit mehr zählt als reine Reichweite, vertieft der Artikel Aufmerksamkeit statt Reichweite.
Fazit
Der Sommer ist die längste und vielseitigste Saison im Werbejahr. Er teilt sich in die geplante Reise, die früh und meist online entschieden wird, und die spontane Freizeit vor der Haustür, die vom Wetter lebt. Reiseanbieter gewinnen mit Vorlauf und emotionaler Inspiration, lokale Anbieter mit enger regionaler Aussteuerung. Wer diese beiden Logiken trennt und den großen Bildschirm passend einsetzt, macht aus einem langen Sommer viele gezielte Kampagnen.
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FAQ
Wen erreiche ich im Sommer über Streaming am besten? Zwei große Gruppen: die Urlaubsplaner, die ihre Reise meist online und mit Vorlauf buchen, und die lokalen Freizeitgäste von Biergarten, Freibad, Eisdiele oder Stadtfest. Dazu Grill- und Gartenfreunde sowie Event-Publikum. Ausgesteuert wird gezielt nach Alter, Interessen und Region.
Wie reisen die Deutschen im Sommer? Laut Reiseanalyse 2025 der FUR unternahmen 80 Prozent 2024 mindestens eine Urlaubsreise ab fünf Tagen, dazu kamen rund 94 Millionen Kurzurlaube. Das Ausland führt mit 76 Prozent, das Inland kommt auf 24 Prozent. Rund 58 Prozent der Reisen wurden online gebucht.
Wann sollte ich meine Sommerkampagne starten? Für Reiseangebote früh, oft schon im Frühjahr, weil die Buchung dem Urlaub vorausgeht. Für lokale Freizeitangebote laufend durch die Saison, weil die Nachfrage stark vom Wetter abhängt.
Lohnt sich Streaming-Werbung für regionale Ausflugsziele und lokale Gastronomie? Ja, gerade für sie. Über die Aussteuerung nach Postleitzahl erreichst du die Menschen in deiner Quellregion oder deinem Umkreis, statt Budget breit zu verstreuen.
