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14. Juli 2026 · 6 Minuten Lesezeit

Als das Video den Radiostar überholte: Streaming-TV oder Radiowerbung?

Radio erreicht Ohren, Streaming-TV erreicht Augen und Ohren. Warum Bewegtbild besser wirkt, präziser trifft und messbar ist. Der Vergleich für den Mittelstand.

Streaming-TV-Werbung im Vergleich zu Radiowerbung

Ein Ohrwurm aus den späten Siebzigern hat es früh auf den Punkt gebracht: Das Video hatte den Radiostar überholt. Was damals ein Popsong war, ist im Werbemarkt inzwischen Alltag. Radio gibt es weiter, keine Frage, aber die Aufmerksamkeit ist zum großen Bildschirm gewandert.

Für den Mittelstand bedeutet das eine unbequeme Wahrheit über einen ansonsten sympathischen Kanal: Radiowerbung ist günstig und funktioniert seit Jahrzehnten, aber sie kann nichts zeigen. Der folgende Vergleich nimmt Radio und Streaming-Werbung auf dem Fernseher (Connected TV, kurz CTV) nebeneinander, mit allem, was Radio kann, und allem, was ihm fehlt.

Die Kurzübersicht

KriteriumRadiowerbungStreaming-TV (CTV)
Sinnenur TonBild und Ton
Aufmerksamkeitoft Nebenbeimedium (Auto, Arbeit)Lean-Back auf dem großen Bildschirm
Targetingüber Sender und Sendezeit, eher grobpräzise nach Region, Alter, Interessen
Regionale Aussteuerungüber Sendegebietbis auf PLZ-Ebene
Messungschwer, meist ReichweitenschätzungEinblendungen, Completion, Reichweite tagesaktuell
Einstieg (Media)niedrige Sekundenpreise, kleiner TKPonescreen-Kampagnen ab 1.000 €
ProduktionAudiospot ab einigen hundert EuroVideo-Spot mithilfe von KI, schnell und kosteneffizient

Radio kann nichts zeigen

Der wichtigste Unterschied wird am häufigsten übersehen, weil er so banal klingt. Radio ist ein Tonmedium. Wie gut dein Spot auch getextet ist, dein Produkt bleibt unsichtbar. Der Hörer baut sich das Bild selbst zusammen, oder eben nicht: das Aussehen, die Verpackung, das Logo, den Laden an der Ecke.

Für ein Möbelhaus, ein Restaurant, einen Autohändler oder einen Onlineshop ist das ein Problem. Überall, wo das Auge kauft, verschenkt reiner Ton die halbe Botschaft. Die Werbewirkungsforschung sagt seit Langem dasselbe, und die eigene Erfahrung bestätigt es: Was wir sehen, bleibt besser hängen als das, was wir nur hören. Am besten bleibt beides zusammen hängen.

Genau da spielt Streaming-Werbung ihre Stärke aus. Bild und Ton, ganzflächig, auf dem größten Bildschirm im Wohnzimmer. Der Ton, den Radio kann, läuft mit. Das Bild kommt dazu.

Nebenbei gehört, nicht wirklich gesehen

Radio läuft, während man etwas anderes tut. Im Auto, beim Kochen, im Büro. Das ist Stärke und Schwäche zugleich. Stärke, weil Radio Menschen erwischt, wenn kein Bildschirm in der Nähe ist. Schwäche, weil kaum jemand wirklich zuhört. Wer im Stau steht und auf die Ampel starrt, nimmt den Spot bestenfalls mit halbem Ohr wahr.

Am Fernseher ist die Ausgangslage eine andere. Wer streamt, hat sich hingesetzt, um etwas anzuschauen. Der Spot läuft nicht überspringbar und über den ganzen Bildschirm. Aus einem beiläufigen Kontakt wird ein aufmerksamer.

Von der Gießkanne zur Zielscheibe

Radio buchst du über Sender und Sendezeit und hoffst, dass die passenden Leute gerade eingeschaltet haben. Das streut breit, aber ungenau, und ein Teil des Budgets erreicht zwangsläufig Menschen, die dein Angebot nie brauchen werden.

Bei Streaming legst du die Zielgruppe selbst fest, nach Region bis auf die Postleitzahl, nach Alter, nach Interessen, über hundert Merkmale. Regional bist du dabei sogar genauer als der lokale Sender: Statt eines ganzen Sendegebiets triffst du das Einzugsgebiet deines Ladens. Das Budget landet dort, wo deine Kunden wohnen.

Raten oder wissen

Ob eine Radiokampagne gewirkt hat, lässt sich schwer sagen. Reichweitenschätzungen und Hörerbefragungen geben eine Ahnung, mehr nicht. Ob dein Spot tatsächlich angekommen ist, bleibt zu großen Teilen Vermutung.

Bei Streaming steht es im Dashboard, tagesaktuell: wie oft dein Spot lief, wie oft er komplett zu Ende gesehen wurde, welche Reichweite dabei herauskam. Nachvollziehbar, während die Kampagne läuft, statt als Schätzung Wochen später.

Was für Radio spricht

Radio hat gute Argumente, sonst gäbe es den Kanal nicht mehr. Der Kontaktpreis ist niedrig, der Tausender-Kontakt-Preis liegt unter dem der meisten anderen klassischen Medien. Für Kampagnen, die von Wiederholung leben, rechnet sich das. Dazu erreicht Radio Menschen in Momenten ohne Bildschirm, und im Auto ist es oft der einzige verfügbare Werbekanal. Ein Ohrwurm-Spot, oft genug gespielt, setzt sich fest.

Für breite, günstige, regionale Wiederholung bleibt Radio also ein brauchbares Werkzeug. Nur eben eines ohne Bild.

Ein Wort noch zur Messung auf Seiten von Streaming, damit die Erwartung stimmt: Anders als beim Klick in der Online-Werbung zeigt sich die TV-Wirkung eher in Reichweite und Abschlussraten als in einer direkten Klickkette. Streaming arbeitet wie Markenwerbung, es baut Bekanntheit und Vertrauen auf. Wer nur auf den Sofort-Klick schaut, unterschätzt den Effekt.

Was es wirklich kostet

Pro Kontakt ist Radio oft günstiger, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Die Sekundenpreise reichen von unter einem Euro bei kleinen Sendern bis in den dreistelligen Bereich bei den großen.

Aber der Preis pro Kontakt sagt wenig über den Preis pro Wirkung. Ein billiger Radiokontakt, der im Berufsverkehr verpufft und zur Hälfte an Leuten außerhalb deiner Zielgruppe vorbeigeht, kann am Ende teurer sein als ein etwas teurerer Streaming-Kontakt, der ganzflächig, mit Bild und voller Aufmerksamkeit genau bei den richtigen Menschen ankommt. Was du bei der Radio-Gießkanne an Streuverlust mitbezahlst, spart präzises Targeting ein.

Bleibt die Produktion, lange das stärkste Argument fürs Radio: Ein Audiospot kostet nur ein paar hundert Euro, ein Fernsehspot war früher eine ganz andere Nummer. Das stimmt so nicht mehr. onescreen erstellt Spots mithilfe von KI, deutlich schneller und kosteneffizienter als auf klassischem Weg. Aus vorhandenem Material, Bildern, Logos, ein paar Zeilen Text, wird ein ausstrahlungsfähiger Spot. Damit fällt das alte "Ich habe doch gar kein Video" weg, und Radios letzter echter Vorteil gleich mit. Wie sich die Streaming-Kosten im Einzelnen zusammensetzen, steht im Preis-Guide "Was kostet TV-Werbung?".

Fazit

Der Radiostar hat nicht ausgedient, überholt ist er trotzdem. Für den Hörsinn bleibt Radio ein günstiger Kanal, aber Aufmerksamkeit und Wirkung liegen heute beim Bewegtbild auf dem großen Bildschirm: sichtbar, genau ausgesteuert, messbar. Und weil sich ein Spot mit KI heute schnell und bezahlbar produzieren lässt, zieht auch das alte Kostenargument nicht mehr. Wenn deine Werbung nicht nur gehört, sondern gesehen werden soll, kommst du an Streaming-TV schwer vorbei.

Wie das für dein Unternehmen konkret aussieht, zeigen wir dir am besten direkt: Buche eine kostenlose Demo, in 30 Minuten steht eine passende Kampagne. Oder leg direkt im Ad Manager los.

FAQ

Wirkt Werbung im Fernsehen besser als im Radio? Für die meisten Botschaften ja. Bewegtbild bleibt besser in Erinnerung als reiner Ton, weil es Auge und Ohr gleichzeitig anspricht. Radio bleibt stark für Wiederholung und für Momente ohne Bildschirm, kann aber nichts zeigen.

Ist Streaming-Werbung teurer als Radio? Pro Kontakt ist Radio oft günstiger. Rechnet man Streuverluste und die höhere Aufmerksamkeit dagegen, verschiebt sich das Bild: Streaming trifft die Zielgruppe genauer und kommt mit Bild und voller Aufmerksamkeit an. Es zählt der Preis pro Wirkung, nicht pro Kontakt.

Brauche ich für Streaming-Werbung einen teuren Videospot? Nein. onescreen erstellt Spots mithilfe von KI, schneller und günstiger als auf klassischem Weg. Aus vorhandenem Material wie Bildern, Logos und Texten entsteht ein ausstrahlungsfähiger Spot. Das alte "Ich habe kein Video" gilt nicht mehr.

Kann ich mit Streaming so regional werben wie mit einem lokalen Radiosender? Sogar genauer. Statt an ein Sendegebiet gebunden zu sein, steuerst du Streaming bis auf Postleitzahl-Ebene und triffst genau das Einzugsgebiet deines Unternehmens.

Sollte ich Radio komplett durch Streaming ersetzen? Kommt aufs Ziel an. Wenn deine Werbung visuell wirkt und du Aufmerksamkeit und Messbarkeit willst, ist Streaming die stärkere Wahl. Als günstiger Wiederholungskanal, etwa für Autofahrer, kann Radio ergänzend Sinn ergeben.

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