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14. Juli 2026 · 5 Minuten Lesezeit

onescreen Ad Manager oder Agentur: Zwei Wege zur Streaming-Werbung

Streaming-Werbung selbst steuern oder eine Agentur beauftragen? Der faire Vergleich von Kosten, Kontrolle, Tempo und Aufwand. Und wann welcher Weg besser passt.

onescreen Ad Manager im Vergleich zur Werbeagentur

Du willst Werbung auf dem Fernseher schalten und stehst vor einer Grundsatzfrage: Machst du es selbst über ein Werkzeug wie den onescreen Ad Manager, oder gibst du es an eine Agentur? Beides ist ein legitimer Weg, und die Antwort hängt weniger von einer allgemeinen Regel ab als von deiner Situation: dein Budget, deine Zeit, dein Team, dein Anspruch an Kontrolle.

Dieser Artikel vergleicht beide Wege fair und nüchtern, entlang der Dinge, die den Unterschied ausmachen: Kosten, Kontrolle, Tempo, Aufwand und Beratung. Er zeigt, wo der Ad Manager punktet, wo eine Agentur ihre Stärken hat, und woran du erkennst, was zu dir passt.

Die Übersicht

Kriteriumonescreen Ad ManagerAgentur
KostenmodellMediabudget plus geringe PlattformgebührMediabudget plus Provision oder Honorar
Kontrolledu steuerst Budget, Targeting, LaufzeitAgentur steuert, du gibst frei
TempoKampagne sofort aufgesetzt, rund 14 Tage VorlaufTage bis Wochen über Briefing und Abstimmung
Reportingtagesaktuelles Dashboard, jederzeitReport im vereinbarten Rhythmus
Aufwand für dichschlanke, einfache Oberfläche, schnell erlerntgering, du delegierst
BeratungSelf-Service, Support bei Bedarfpersönliche Strategieberatung
Einstiegonescreen-Kampagnen ab 1.000 €meist höhere Etats nötig

Kosten: Wofür fließt dein Geld?

Der klarste Unterschied liegt beim Geld. Über den Ad Manager zahlst du dein Mediabudget plus eine geringe Plattformgebühr. Du siehst vor der Buchung, was du bekommst, und die Kosten sind transparent.

Eine Agentur finanziert sich über ihre Leistung, üblicherweise als Provision auf das Mediabudget, als Retainer oder über Projekthonorare. Das liegt in der Höhe meist deutlich über einer reinen Plattformgebühr und bedeutet, dass ein größerer Teil deines Budgets in die Betreuung geht statt in Werbekontakte. Bei kleineren Etats fällt dieser Anteil stärker ins Gewicht, und viele Agenturen nehmen Mandate unterhalb einer gewissen Größe gar nicht erst an.

Für dich heißt das: Bei kleinen bis mittleren Budgets kommt über den Ad Manager mehr von deinem Geld auf dem Bildschirm an. Je größer und komplexer die Kampagne wird, desto eher rechtfertigt die Agenturleistung ihre Kosten. Wie sich das konkret auf dein Budget auswirkt, zeigt der Artikel Was kostet TV-Werbung? Auch das Einkaufsmodell selbst spielt dabei eine Rolle, mehr dazu im Artikel Garantierte Platzierung oder Auktion.

Kontrolle: Wer hat die Hand am Regler?

Über den Ad Manager triffst du die Entscheidungen selbst. Zielgruppe, Budget, Laufzeit, Region, all das stellst du direkt ein und änderst es, wann du willst. Willst du morgen das Budget erhöhen oder die Region anpassen, machst du das in wenigen Klicks, ohne Umweg.

Bei der Agentur delegierst du diese Steuerung. Das nimmt dir Arbeit ab, was ein Vorteil sein kann, bedeutet aber auch: Änderungen laufen über einen Ansprechpartner, und zwischen deiner Idee und der Umsetzung liegt eine Abstimmungsschleife. Wer gern selbst am Regler sitzt und schnell reagiert, erlebt das als Einschränkung. Wer die Verantwortung lieber abgibt, als Entlastung.

Tempo: Wie schnell bist du live?

Hier ist der Unterschied deutlich. Eine Kampagne im Ad Manager ist in Minuten aufgesetzt. Bis sie ausgespielt wird, gibt es einen Vorlauf von rund 14 Tagen, in dem unter anderem das Werbemittel geprüft wird. Trotzdem bist du damit schneller und planbarer als auf dem klassischen Weg, und das Aufsetzen selbst kostet dich nur Minuten statt Termine.

Der Weg über die Agentur dauert in der Regel länger, weil mehr Schritte dazukommen: Briefing, Konzept, Abstimmung, Freigabe, Buchung. Das kann sich über Wochen ziehen. Für langfristig geplante, aufwendige Kampagnen ist dieser Prozess sinnvoll investierte Zeit. Wer schnell und selbstbestimmt an den Start will, ist über den Ad Manager besser bedient.

Aufwand und Beratung: Was musst du selbst leisten?

Der Ad Manager ist bewusst einfach gehalten, spürbar schlanker als die Werbeoberflächen von Google oder Meta. Du arbeitest dich in kurzer Zeit ein und hast die Kampagne dann selbst in der Hand. Wer schon einmal online Werbung geschaltet hat, ist ohnehin sofort im Thema, und wer das noch nie gemacht hat, kommt dank der aufgeräumten Oberfläche schnell hinein. Der Reiz dabei: Du bestimmst selbst, was läuft, und lernst deinen eigenen Kanal von Grund auf kennen, mit derselben Media-Qualität, die Streaming-Werbung gegenüber dem Social-Media-Feed auszeichnet.

Die Agentur nimmt dir genau das ab. Sie bringt Strategie, Marktkenntnis und Erfahrung mit, entwickelt Ideen und denkt über den einzelnen Kanal hinaus. Wer intern niemanden hat, der sich kümmern kann oder will, bekommt hier echten Mehrwert.

Wichtig ist: Self-Service heißt nicht, dass du allein gelassen wirst. Bei onescreen bekommst du Unterstützung bei der Werbemittelerstellung, und der Support hilft beim Einstieg. Der Unterschied ist, dass du die Kontrolle behältst, statt sie abzugeben.

Wann eine Agentur die bessere Wahl ist

Zu einem ehrlichen Vergleich gehört, klar zu sagen, wann der andere Weg besser passt. Eine Agentur ist die richtige Wahl, wenn dein Budget groß genug ist, dass Strategieberatung und Verhandlungsmacht ihre Kosten überkompensieren. Ebenso, wenn du Marketing komplett auslagern willst, weil intern niemand die Zeit oder das Interesse hat, es selbst zu steuern. Und wenn du eine durchgehende strategische Begleitung suchst, die über das reine Kampagnenmanagement hinausgeht.

In diesen Fällen ist die Agentur kein teurer Umweg, sondern die passende Struktur.

Wann der Ad Manager die bessere Wahl ist

Der Ad Manager passt, wenn du fokussiert Streaming-Werbung schalten willst, mit einem vier- bis fünfstelligen Budget, von dem ein möglichst großer Teil in Reichweite fließen soll. Wenn du planbar und ohne lange Abstimmungsschleifen an den Start willst. Wenn du gern selbst steuerst und die Zahlen tagesaktuell im Blick behältst, statt auf den nächsten Report zu warten. Und wenn du ohnehin schon Google oder Meta Ads selbst machst, dann ist der Ad Manager kein Neuland, sondern derselbe Handgriff auf dem größten Bildschirm im Haus.

Für viele mittelständische Unternehmen trifft genau das zu. Der beste Weg, es herauszufinden, ist ein Test: Mit einer kleinen Kampagne siehst du im Dashboard schwarz auf weiß, ob der Kanal für dich funktioniert, bevor du größer investierst.

Fazit

onescreen Ad Manager oder Agentur, das ist keine Frage von richtig oder falsch, sondern von Passung. Die Agentur nimmt dir Arbeit ab und bringt Strategie mit, kostet dafür aber einen höheren Budgetanteil und mehr Vorlauf und lohnt sich vor allem bei großen, komplexen Etats. Der Ad Manager gibt dir Kontrolle, Transparenz und einen planbaren, schlanken Ablauf über eine bewusst einfache Oberfläche und passt besonders zu fokussierten Streaming-Kampagnen mit klarem Budget. Wer schon digital wirbt und selbst steuern will, findet im Ad Manager den direkteren Weg.

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FAQ

Brauche ich eine Agentur, um Streaming-Werbung zu schalten? Nein. Über den onescreen Ad Manager steuerst du Streaming-Werbung selbst: Targeting, Budget und Laufzeit legst du fest, ab 1.000 € pro Kampagne. Eine Agentur ist eine Option, keine Voraussetzung.

Was ist günstiger, Ad Manager oder Agentur? Beim Ad Manager zahlst du Mediabudget plus eine geringe Plattformgebühr, ohne Agenturprovision oder Honorar. Bei kleinen bis mittleren Budgets kommt so mehr von deinem Geld in Werbekontakten an.

Ist der Ad Manager kompliziert? Nein, im Gegenteil. Er ist bewusst schlank gehalten und einfacher aufgebaut als die Werbeoberflächen von Google oder Meta. Wer schon online Werbung geschaltet hat, ist sofort im Thema, und Einsteiger kommen dank der aufgeräumten Oberfläche schnell hinein. Für den Start gibt es Unterstützung, unter anderem bei der Werbemittelerstellung.

Wann lohnt sich eine Agentur trotzdem? Bei sehr großen Etats mit Verhandlungsbedarf, wenn du eine durchgehende strategische Begleitung suchst oder wenn du Marketing komplett auslagern willst. Für fokussierte Streaming-Kampagnen mit klarem Budget ist der Ad Manager meist der effizientere Weg.

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